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Istanbulreisebericht, Tag 1

Am Sonntag dem 9. April ging's los. Nachdem ich wie immer das Packen bis zur letzten Minute hinausgezögert hatte, war ich dann doch bis um halb zwei Uhr in der Früh wach gewesen. Trotzdem war mein Bruder, der bei mir schlafen sollte, immer noch nicht da.
Nachdem ich hoffte, dass er sich entschlossen hatte, doch nicht bei mir zu schlafen, ging ich ins Bett, nur um 15 Minuten später vom Telefon geweckt zu werden: Natürlich war mein Bruder am Apparat. Er wollte mir mitteilen, dass er eine Viertelstunde später da sein würde. Das heißt, ich lag bis um zwei doch wach im Bett.
Gottseidank konnte ich ja fast ausschlafen - mein Wecker hat schließlich erst um vier Uhr geläutet (und ich meine 4 Uhr und nicht 16.00). Dann durfte ich mich auf den Weg zum Flughafen machen, wobei ich unterwegs noch meine Mitreisenden, H. und M. getroffen habe.
Eingecheckt und so waren wir schnell und schließlich saßen wir im Flieger und die Stewardess erklärte uns, wie wir uns im Fall der Fälle zu verhalten hatten. Dann wünschte sie uns noch einen guten Flug und kündigte unser Board Movie (!!!) an: Tschipa bei de dosen [Vorsicht Lautschrift]. Es war dann tatsächlich Cheaper by the Dozen 2, aber das sind ja Kleinigkeiten.
Um etwa halb elf sind wir dann in Istanbul gelandet, mit unserem ganzen Gepäck und haben den Bus nach Taksim genommen. Taksim ist ein Stadtteil, das am ehesten mit Mariahilf in Wien vergleichbar ist - große Einkaufsstraße mit dem ein oder anderen Café und Fast Food Restaurant gespickt. Und rundherum viele Häuser und Hotels. Außerdem gibt es den großen Taksim Platz.
Wir stiegen auf jeden Fall aus dem Bus aus und schulterten unsere Taschen, um unser Hotel zu finden. (Ich habe es geschafft, beim Taschen-Schultern einen kniehohen Straßenpfosten umzuschmeißen. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass er nicht mehr angeschraubt war.) Nach zehn Schritten haben wir beschlossen, dass wir lieber nach dem Weg fragen sollten, da wir nur die Beschreibung hatten, dass wir nach 150 Meter vor unserem Hotel stehen sollten, aber nicht in welche Richtung wir mussten. Also wandten wir uns an den ersten Menschen, der uns über den Weg lief, der uns auch gleich freundlich immer geradeaus nach links unten schickte.
Nachdem wir eine Weile nach links unten gegangen waren, überkamen uns Zweifel und wir fragten wieder nach. Der nächste schickte uns sehr freundlich immer geradeaus nach rechts oben.
Nachdem wir eine Weile nach rechts oben gegangen waren, überkamen uns Zweifel und wir fragten wieder nach. Der nächste schickte uns sehr freundlich immer geradeaus wieder nach rechts oben.
Dann standen wir auf einmal mitten am Taksim Platz, eine Strecke von unserem Bus von etwa 50 Metern, die wir in etwa 200 Metern zurückgelegt hatten. Auf dem Platz war gerade eine Art Polizeifest, es wimmelte vor Menschen und eine kleine Bühne war aufgebaut, auf dem eine Menge blumengeschmückter Motorräder standen.
Mutig kämpften wir uns durch die Menge und gingen in die erste Seitenstraße, die uns unterkam und die tatsächlich die Straße war, in der unser Hotel stand!
Nachdem wir mit ein paar Süßigkeiten von AFS Türkei begrüßt wurden, durfte wir in unsere Zimmer beziehen. H. und ich teilten uns eins, M. war in einem anderen untergebracht (brav nach Geschlechtern getrennt).
Wir hatten auch ein Willkommensbriefchen bekommen, in dem uns ein "secret item" auf unserem Bett versprochen wurde. Allerdings waren unsere Betten leer.
Kurz darauf trafen wir uns wieder, begutachteten die Hotel-Terrasse im siebten Stock und stürzten uns in das Polizeifest. (Dafür nahmen wir aber den Umweg über die Lobby und ließen uns nicht einfach von der Terrasse fallen...) Wir lauschten eine zeitlang einer schlechten Blaskapelle, dann sahen wir dabei zu, wie eine etwa 5 km lange türkische Flagge, getragen von etwa 3000 Polizeiakademieschülern in den gleichen Trainingsanzügen aufgerollt wurde.
Einer dieser Polizeiakademieschülern brach aus der Masse aus und lief auf H. zu. Ohne ein Wort zu sagen, setzte er ihr eine rotweiße Kappe auf, hängte ihr einen rotweißen Schal um (es stand etwas drauf, was uns vermutlich den Grund der ganzen Veranstaltung erleuchtet hätte, wenn wir nur türkisch verstehen würden), drückte ihr eine rote Nelke in die Hand und verschwand wieder in der Menge.
Nach kurzer Zeit kehrten wir wieder ins Hotel zurück und trafen dort auf das "prep team" - unsere Trainer. Einer von ihnen ist ebenfalls Österreicher und ein lieber Freund, P. Nach einem großen Hallo, bei dem uns P. mitteilte, im Burger King gegenüber vom Hotel habe es tags zuvor eine bewaffnete Geiselnahme gegeben (Willkommen in Istanbul!), haben sie sich dran gemacht die V.S.I.s (very secret items) zu verteilen und wir haben uns mit einer Lettin (S.) bekannt gemacht, die ebenfalls an dem Seminar teilgenommen hat. Sie war mit ihrer Mutter da und zu fünft sind wir dann aufgebrochen, um Mittag essen zu gehen.
Wir haben uns mutig in den Istiklal Caddesi gestürzt - die Fußgängerzone in Istanbul, auf der sich ständig die Menschenmassen drängen. Wir sind nicht weit gegangen, sondern lieber gleich ins erste Restaurant ("Saray"), das freundlich aussah.
Wir haben uns dann ein Ekmek irgendwas (Ekmek heißt Brot, was das irgendwas war, weiß ich nicht mehr) als Nachspeise geteilt, etwas, das man sich ungefähr wie ein überdimensioniertes Baklava vorstellen kann, nur noch süßer. Danach waren wir so fertig, dass wir beschlossen haben, wir brauchen einen Mittagsschlaf.
Ins Hotel zurückgekommen fand ich mein V.S.I. vor, eine leere Schachtel, auf der "Learning Styles, Methods and Methodologies" stand. Auch H. hatte eine leere Schachtel bekommen. Achtlos fegte ich sie vom Bett, um erst wieder zu erwachen, als es Zeit für den Welcome Drink war.
Inzwischen waren mehrere Leute angekommen und man trank ein Gläschen Wein in der Lobby und begann schön langsam sich miteinander bekannt zu machen.
Um 20.00 war das Abendessen, wo wir einen ersten Einblick in das Mästen bekamen, das uns bevorstand - ein Salatbuffet, das allein gereicht hätte, um die doppelte Menge an Personen mehr als satt zu machen, danach noch zwei warme Gänge und Nachspeise.
Nach dem Abendessen rollten wir in den Keller, wo unser Seminarraum war und spielten ein paar Kennenlernspiele. Als wir mehr oder weniger alle Namen intus hatten, war das Programm für diesen Abend beendet und wir gingen noch ein Bier trinken. Als wir ins Hotel zurückkehrten, saßen einige Leute noch für eine kurze Zeit in der Lobby, aber bald verabschiedeten wir uns alle und gingen ins Bett.


Die Aussicht von der Terrasse
25.4.06 17:33
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kathrin (25.4.06 20:56)
Dass ich dich um den Trip beneide weißt du eh schon.

Aber bei so einer Aussicht beneide ich dich gleich noch viel mehr. Wow. Wow. Wow.

Ich muss unbedingt irgendwie wieder irgendwohin reisen!!!


le / Website (25.4.06 20:59)
Das Schlimme an der Sach ist, dass es nie reicht, nie, nie, nie... Ich überlege schon, wie ich es schaffe, diesen Sommer tatsächlich für länger aus dem Land zu kommen...

Aber die Aussicht ist tatsächlich sehr cool.

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